... Jeder Mensch sollte dafür sorgen, dass er vor seinem Lebensende irgendeinen Apparat bauen, leihen oder stehlen kann, der es ihm erlaubt, einen Blick auf die maritime Welt zu werfen ...                        William Beebe  1941

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das offizielle Zeichen der Gesellschaft für Sport und Technik der DDR

Auf dieser Seite möchte ich kurz auf die Entstehung und Aufgabe der GST eingehen.

Die GST wurde am 7.8.1952 auf Vorschlag des ZK der SED gegründet, als eine Massenorganisation für sportlich und technisch Interessierte mit besonderen Aufgaben für die wehrsportliche Erziehung und vormilitärische Ausbildung von Jugendlichen und im Frühjahr 1990 aufgelöst. Die GST gab monatlich die 32-seitige Zeitschrift S+T (Sport und Technik) heraus.Eine Mitgliedschaft in der GST war ab dem Alter von 14 Jahren möglich.

In der GST konnte man sich in unterschiedlichen Sektionen in verschiedenen Sportarten wie Militärischer Mehrkampf, Wehrkampfsport, Sportschiessen, Motorsport (hier legten viele den Führerschein für Moped oder Motorrad ab), Nachrichtensport, Seesport, Tauchsport, Flugsport, Fallschirmsport, Flug-, Schiffs- und Automodellsport betätigen.

Das Angebot entsprach den Erfordernissen der zweijährigen vormilitärischen Laufbahnausbildung, die von der GST seit 1982/83 durchgeführt wurde und auf NVA-Berufe wie Motorschütze, Militärkraftfahrer, Funker, Fernschreiber, Matrose, Militärflieger, Fallschirmspringer oder Taucher vorbereiten sollte. Damit wurde die GST ihrer zugewiesenen Hauptaufgabe der vormilitärischen Ausbildung der 16- bis 18-Jährigen gerecht.

Zum sportlichen Leistungsvergleich veranstaltete die GST ab 1970 regelmässige Wehrspartakiaden: jährlich auf Kreisebene, alle zwei Jahre auf Bezirksebene und alle fünf Jahre auf Landesebene.

Seit mit dem Schuljahr 1978/79 der Wehrkundeunterricht als Pflichtfach an den Oberschulen eingeführt worden war, wurde auch die vormilitärische Ausbildung durch die GST fester Bestandteil der Lehrpläne an den EOS, den Unis, Hoch- und Fachschulen sowie für Lehrlinge.

Durch die im Wehrdienstgesetz festgeschriebene Teilnahme an der vormilitärischen Ausbildung, ohne die in der Regel der Zugang zu Studium und Berufsausbildung versperrt war, kamen fast alle jungen Männer und Frauen mit der GST in Kontakt, die diese „Übungen“

organisierte, auch wenn sie keine Mitglieder der GST waren.

Ein Teil der Oberschüler (EOS) war, sofern männlich, Mitglied der GST. Das gleiche galt für Lehrlinge in Grossbetrieben. Sie zahlten einen geringen Mitgliedsbeitrag (0,25 Mark für Schüler). Wie sehr das Militärische im Vordergrund stand, hing stark vom Ausbilder an der Schule ab. Diese Ausbildung fand sowohl während des Unterrichts als auch in der Freizeit statt, meist an einem bestimmten Tag im Monat, dem so genannten Wehrsporttag. Darüber hinaus wurden länger andauernde Lehrgänge in speziellen Ausbildungslagern der GST (u.a. für Jungen in der 9. und 11. Klasse) durchgeführt. Die Mädchen erhielten eine Ausbildung in Zivilverteidigung (Sanitätsdienste), konnten auf Wunsch aber auch an den Ausbildungsprogrammen der Jungen teilnehmen. Diese umfassten wehrpolitische Bildung, Gelände- und Schiessausbildung, Körperertüchtigung, Exerzier-, Schutz- und Sanitätsausbildung, Dienstvorschriften und Abschlussübungen.

Zur allgemeinen vormilitärischen  Ausbildung wurden Wehrlager (für Jungen 2 Wochen am Ende der 9. Klasse) und ein so genannter Marsch der Bewährung für ca. 5 Tage im Jahr während der Berufsausbildung (an der EOS einmalig am Ende der 11.Klasse) durchgeführt.

Viele der Angebote der GST besassen für die Jugendlichen der DDR eine hohe Attraktivität und es bestanden preiswerte Möglichkeiten ohne längere Wartezeiten Berechtigungsnachweise wie den Führer-, Segel- oder Flugschein abzulegen oder durch eine Mitgliedschaft in der GST war es relativ problemlos und kostengünstig einen

Führerschein für LKW, PKW, Motorrad oder Moped zu erlangen. 1990 betrugen die aufzubringenden Kosten für eine komplette Ausbildung für den Motorradführerschein knapp 50 Mark, und für einen LKW-Führerschein knapp 120 Mark.

Das attraktive Angebot derartiger Freizeitgestaltung wurde ab den 70er Jahren mehr und mehr eingeschränkt, (vor allem der Segelflug in Gebieten nahe der Grenze zur BRD), nachdem wiederholt DDR-Bürgern mit Fluggeräten verschiedenster Art die Flucht in die Bundesrepublik gelungen war.

Im Jahr 1979 hatte die GST rund 530.000 Mitglieder in über 9.800 lokalen Sektionen, 1988 zählte sie ca. 670.000 Mitglieder. Mehr als 90 Prozent der Jugendlichen begannen ihren Wehrdienst mit abgeschlossener vormilitärischer Ausbildung, was für die Streitkräfte letztlich eine grosse Zeitersparnis bedeutete.

Für Mitglieder gab es Uniformen, Dienstränge, Leistungsnadeln und Orden. Die GST-Vorstände wurden von hauptamtlichem Personal mitmilitärischem Hintergrund, meist ehemaligen Berufssoldaten, dominiert.

In der GST waren folgende Sektionen Vertreten:

  • Nachrichtensport; dazu gehörten Amateurfunk, Funkpeilen, Schnelltelegrafie, Fernschreiben und Computersport, anfangs auch Fernsprechen
  • Flugsport; dazu gehörten Segel- und Motorflugsport, Fallschirmsport und Flugmodellbau
  • Motorsport
  • Seesport; dazu gehörte auch Tauchsport und Schiffsmodellbau
  • Schiessport
  • Militärischer Mehrkampf
  • Tiersport (Diensthundeausbildung)

 Die GST trat in folgenden Sport-Organisationen als Dachverband auf:

  • Tauchsportverband der DDR
  • Seesportverband der DDR
  • Flug- und Fallschirmsportverband der DDR
  • Deutscher Schützenverband der DDR
  • Militärischer Mehrkampfverband der DDR
  • Radiosportverband der DDR

 

 

Quelle: 

Artikel Gesellschaft für Sport und Technik. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Dezember 2007, 04:45 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gesellschaft_für_Sport_und_Technik&oldid (Abgerufen: 30. Januar 2008, 10:24 UTC)  und (hib/RAB 079/2001)

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